Pflegegrad 4

Pflegegrad 4 erhält, wer nach­weis­lich unter einer „schwe­ren Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ lei­det.

Bleiben Sie zu Hause. auch mit Pflegegrad 4

Persönliches Budget ist die indi­vi­du­el­le Alternative zum Pflegedienst oder zur Betreuung in der Klinik oder im Heim. Professionelle Pflege zu Hause ohne Mehrkosten.

Frau im Rollstuhl in einer Bücherei

Persönliches Budget bei Pflegegrad 4

Das Persönliche Budget wur­de ein­ge­führt, um ein selbst­be­stimm­tes Leben mög­lich zu machen. Menschen mit Behinderung, also mit Pflegegrad, haben einen Rechtsanspruch auf Persönliches Budget. Selbständiges Leben, Inklusion und Teilhabe ste­hen im Vordergrund. Häufige Anwendung fin­det das Persönliche Budget bei Menschen mit Pflegegrad 4.

Durch Persönliches Budget wird der indi­vi­du­el­le Bedarf fest­ge­stellt und voll­stän­dig von den Kostenträgern über­nom­men, ohne zusätz­li­che Kosten für Sie.

Sie kön­nen so wei­ter in den eige­nen vier Wänden woh­nen blei­ben. Assistenzkräfte, die Sie ange­stellt haben, sor­gen für häus­li­che Krankenpflege.

Persönliches Budget ist DIE Alternative zum Pflegedienst oder Intensivpflegedienst auch bei Beatmung.

Pflegegrad 4 Voraussetzungen

Mit Pflegegrad 4 beschei­ni­gen Pflegekassen ihren pfle­ge­be­dürf­ti­gen Versicherten eine „schwe­re Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“. Im Zuge des­sen geneh­mi­gen sie damit umfang­rei­che Leistungen aus der Pflegekasse. Wenn Sie sich für das Persönliche Budget ent­schei­den, erhal­ten Sie statt Sachleistung eine Geldleistung, die Sie dann zur Versorgung ver­wen­den kön­nen.

Um Pflegegrad 4 und die damit ver­bun­de­nen Leistungen zu erhal­ten, müs­sen pfle­ge­be­dürf­ti­ge Versicherte zunächst einen Antrag auf Pflegegeld bei ihrer Pflegekasse stel­len. Anschließend unter­sucht Sie gege­be­nen­falls ein Gutachter des MDK (medi­zi­ni­scher Dienst der Krankenversicherung) auf ihre noch vor­han­de­ne Selbstständigkeit. Je unselbst­stän­di­ger, des­to höher der Pflegegrad (ehe­mals Pflegestufe). Bei der Beurteilung wer­den Punkte ver­ge­ben für die ver­schie­de­nen Lebensbereiche. Die Kategorien sind unter­schied­lich gewich­tet und unter­su­chen vor allem den Grad der Selbständigkeit. Erreicht die pfle­ge­be­dürf­ti­ge Person eine Begutachtung zwi­schen 70 und 90 Punkten wird dem Antragsteller der Pflegegrad 4 zuge­wie­sen. Demnach stellt Pflegegrad 4 den zweit­höchs­ten Grad der Unselbständigkeit dar.

Viele wis­sen nicht, dass auch mit Pflegegrad 4 ein selbst­be­stimm­tes Leben mög­lich ist — zu Hauseohne Mehrkosten. Hierbei hel­fen wir Ihnen ger­ne das Persönliche Budget zu nut­zen.

Geld und Leistungen bei Pflegegrad 4

Mit Pflegegrad 4 (ehe­mals Pflegestufe 3) sind Sie stark auf frem­de Hilfe ange­wie­sen und haben einen hohen Leistungsanspruch. Dementsprechend umfang­reich sind auch die Pflegeleistungen. Zu den Pflegeleistungen zäh­len unter ande­rem Pflegegeld, Pflegesachleistungen sowie Unterstützung für teil­sta­tio­nä­re und sta­tio­nä­re Pflege. Das heißt, als Versicherter kön­nen Sie fol­gen­de Sachleistungen und Geldleistungen von der Pflegekasse erhal­ten:

Leistungsart Leistung und Häufigkeit
Pflegegeld 728 Euro/Monat
Pflegesachleistung 1.612 Euro/Monat
Tages- und Nachtpflege 1.612 Euro/Monat
Kurzzeitpflege 1.612 Euro/Jahr
Verhinderungspflege 1.612 Euro/Jahr
Vollstationäre Pflege 1.775 Euro/Monat
Betreuungs- und Entlastungsleistungen 125 Euro/Monat
Pflegehilfsmittel 40 Euro/Monat
Hausnotruf 23 Euro/Monat
Wohnraumanpassung 4.000 Euro/Gesamtmaßnahme
Wohngruppenzuschuss 214 Euro/Monat

Kriterien für die Pflegebegutachtung

1. Mobilität:
Wie selbst­stän­dig bewegt sie/er sich?
Kann sie/er die Körperhaltung ändern?

2. Kognitive und kom­mu­ni­ka­ti­ve Fähigkeiten:
Kann sie/er sich im Alltag ört­lich und zeit­lich ori­en­tie­ren?
Kann sie/er für sich selbst Entscheidungen tref­fen?
Ist sie/er in der Lage Gespräche zu füh­ren und Bedürfnisse mit­zu­tei­len?

3. Verhaltensweisen und psy­chi­sche Problemlagen:
Benötigt sie/er Hilfe wegen psy­chi­scher Probleme wie aggressivem/ängstlichem Verhalten?

4. Selbstversorgung:
Kann sie/er sich täg­lich selbst waschen und pfle­gen?

5. Selbstständiger Umgang mit Belastungen:
Benötigt sie/er Hilfe Behandlungen wie z. B. bei Dialyse oder Verbandswechsel?

6. Alltagskompetenz:
Kann sie/er den Tagesablauf pla­nen und Kontakte pfle­gen?

 

Mann im Rollstuhl auf dem Spielplatz mit seinen Kindern
Frau im Rollstuhl schaut Frau an

Pflegehilfsmittel bei Pflegegrad 4

Eine Person mit Pflegegrad 4 hat einen Anspruch auf Verbrauchsmittel (unab­hän­gig von Pflegehilfsmitteln) im Wert von 40 Euro jeden Monat. Diese Pflegehilfsmittel sind zusätz­li­che Leistungen der Pflegekasse. Das bedeu­tet, dass die­se Pflegehilfsmittel unab­hän­gig von ande­ren Pflegeleistungen (z.B. Pflegegeld) erhal­ten wer­den kön­nen. Davon kön­nen bei­spiels­wei­se Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel etc. gekauft wer­den.

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